Hamburger März 2004

„… dem Toten als Persönlichkeit begegnen.“ Das „Trostwerk“ ist ein besonderes Bestattungsunternehmen. Inhaber Christian Hillermann schlägt Trauernden keinen Wunsch aus. Möglich sind Bestattungen jenseits von schwarzen Fracks und Orgelmusik.

Auffällig ist das große Schaufenster. Während sich viele Bestattungsinstitute hinter Backstein, Granit und dunklen Vorhängen verbergen, bietet das „Trostwerk“ den Passanten der Weidenallee Einblicke in  einen freundlich gestalteten Empfangsraum … Drinnen riecht es nach Kaffee, leise Musik spielt. Die einladende Atmosphäre steht unter dem Leitgedanken, nach dem Inhaber Christian Hillermann das „Trostwerk“ zusammen mit seinem Kompagnon Claus Sasse vor wenigen Monaten eröffnet hat: „Andere Bestattungen“.

„Das ‚andere‘ besteht darin, einen persönlicheren und lebendigeren Abschied für Trauernde zu gestalten“, sagt der 33-jährige Hillermann. „Wir gehen davon aus, dass die konventionellen Rituale und Abläufe unpersönlich und hohl sind. Die laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Man kann an der Art der Trauerfeier nicht erkennen, wer gestorben ist.“ …









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