SZ, 25./26. Oktober 2008, Inga Pabst, Kurzzitat

Stefan Burmeister beispielsweise arbeitete als Lehrer, bis er vor fünf Jahren seinen Beruf an den Nagel hängte und mit Freunden in einem Hamburger In-Viertel das moderne Bestattungsunternehmen Trostwerk gründete. Dem Team gehören heute zwei weitere Pädagogen , eine Kulturwissenschaftlerin, ein Musiker und ein Soziologe an. Die Ausbildung zur „Bestattungsfachkraft“, die seit 2003 in Deutschland angeboten wird, oder die brandneue Ausbildung zum „Bestattungsfachwirt“ hat niemand bei Trostwerk absolviert …

„Die Kompetenzen, die wir täglich in der Begleitung von Trauernden benötigen, werden in diesen Ausbildungsgängen ohnehin nicht ausreichend vermittelt“, ist Burmeister überzeugt. Die Mitarbeiter würden vielmehr nach eigenen Standards fortgebildet.

Die „Trostwerker“ wollen vor allem für die Angehörigen einfühlsame Begleiter sein. „Wenn wir zum Beispiel zu einem Toten kommen und spüren, die Familie ist noch nicht zum Abschied bereit, fahren wir wieder weg und kommen ein zweites Mal.“, sagt er …





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