trostwerk-Vorträge und Veranstaltungen  

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2017

Vortrag
„Rituale, heilende Wege durch Trauer und Gedenken"
Mittwoch 15.11.2017 von 18:00 bis 20:00 Uhr
Hamburger Hospiz e.V., Helenenstraße 12



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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 02. April 2017
Bahrenfelder Bauernhaus im Volkspark

„Wenn man ans Meer kommt, soll man zu schweigen beginnen ...“

Unter das Motto „Meer“ stellten wir in diesem Jahr unsere Erinnerungsfeier. Dabei stand uns das gleichnamige Gedicht von Erich Fried Pate. Und da in unserem Kulturkreis das Schifferklavier mit diesem Element assoziiert wird, luden wir den Akkordeonisten Frank Grischek ein.

Was großes Glück mit sich brachte: Mit seinen unglaublich einfühlsamen und die Stimmung im Raum präzise wiederspiegelnden Klängen schaffte er es, all die mitgebrachte Trauer im Handumdrehen in Tränen zu verwandeln und die Angehörigen  mit ihren Toten in sich zu verbinden.

Was wir gemeinsam durch Meditation, Papierschiffebauen und gemeinsames Singen vertieften. Das gemeinsame Schmettern des Gassenhauers „My Bonnie lies over the ocean“ half zuletzt den Trauerkreis zu schließen und uns einander in angeregten Gesprächen bei wie immer besten Speisen des Bauernhauses zuzuwenden.

Rundum eine berührendes Erleben!



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2016

Vortrag
„Gebt uns unsere Toten zurück!“
Mittwoch, den 20.11.2016  von 18:00 bis 20:00 Uhr
Hamburger Hospiz im Helenenstift (Veranstalter), Helenenstraße 12

Gebt uns unsere Toten zurück! ... hieß der Titel eines ermutigenden Vortrages, für den wir Trostwerk-Bestatterin Evelyn Schmidt eingeladen hatten. Ihre zentralen Hinweise für die Zeit nach Eintritt des Todes bis zur Beisetzung fassen wir mit unseren Worten zusammen:

Lassen Sie sich Zeit!

Sie entscheiden, wer Ihnen wann in welchem Umfang hilft!

Vertrauen Sie auf Ihre Intuition!

Die Veränderung in Ihrem Leben ist schwerwiegend. Sie dürfen sie mit allen Sinnen, mit ausreichend Zeit und aktiv gestaltend begreifen.

Die TeilnehmerInnen rührten diese ermutigenden Worte sehr an. Einige erzählten in der Folge von sehr belastenden, sogar traumatischen Umständen in Krankenhäusern, mit Bestattern, Notärzten oder der Polizei, die ihnen das Abschiednehmen von ihren verstorbenen Gefährten erschwert hatten und unter denen sie bis heute litten.


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Vortrag
„Von der Verschiedenheit der Toten ...“
Mittwoch, den 20.04.2016 von 18:00 bis 20:00 Uhr
Hamburger Hospiz im Helenenstift (Veranstalter), Helenenstraße 12

Was unterscheidet die "Verschiedenen" von den Lebenden? Das wollten 60 TeilnehmerInnen unserer Veranstaltung "Von der Verschiedenheit der Toten" am 20.4.2016 vom Bestatter Christian Hillermann (Trostwerk) wissen. Dieser beschrieb das Totsein seiner Kunden als einen erfahrbaren Wandlungsprozess im Neu-Werden. Was überraschen mag: Hillermann und sein Team erleben und gestalten in ihrer Versorgung Beziehungen mit den Toten. Sie ermutigen hinterbliebene Angehörige dazu, sich ebenfalls auf ihre Wahrnehmung und Intution einzulassen und behutsam mit den eigenen und den erahnten Bedürfnissen der Verstorbenen umzugehen. Die Zuhörer waren tief ergriffen und sparten mit Lob nicht: Zwei lassen wir zuworte kommen: "...vielen Dank für diesen inspirierenden und tollen Vortrag, der mich sehr berührt hat. Danke, dass Sie immer wieder so wertvolle Menschen einladen!", "...Ihnen ein dickes Lob für die Veranstaltung mit Christian Hillermann. Es war ein ganz besonderer Vortrag und ich habe mich tief berührt und sehr bereichert auf den Heimweg gemacht."


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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 17. April 2016
Bahrenfelder Bauernhaus im Volkspark

„Bei unseren Toten - nur zu Besuch“

Es war das erste Mal, dass wir dieses Motto erneut für unsere Erinnerungsfeier aufgriffen. Dabei stellte sich heraus, dass auch Recyceltes sehr schön sein kann.

Zumal diejenigen, die zur Erinnerungsfeier kommen, immer andere sind. Diesmal nahmen noch mehr als sonst unser Angebot an. Das Bauernhaus war gut gefüllt. Francesca und ihr Team wie immer sehr Anteil nehmend, mitdenkend und darüber hinaus für eine wunderbare Küche sorgend.

Und so war die Atmosphäre gut, die Erinnerungen tief und der Austausch rege.



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Vortrag
„Was geschieht nach dem Tod?“ von Christian Hillermann
Donnerstag, den 10. März 2016, 19:00 Uhr
Kloster Medingen, Bad Bevensen
Veranstalter: Hospizdienst Uelzen

Trostwerk-Inhaber Christian Hillermann umriss in seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion mit zukünftigen ehrenamtlichen SterbebegleiterInnen, was zwischen Tod und Bestattung notwendig und was möglich ist und was aus trostwerk-Erfahrung für den Abschiedsprozess hilfreich sein kann.


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Vortrag
„Neue Formen im Umgang mit Trauernden“
Sonntag, den 14. Februar 2016, 15:00 Uhr
Cordes-Halle im Bestattungsforum auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Veranstalter: Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof


Unter dem Titel "Neue Formen im Umgang mit Trauernden" gab trostwerk-Inhaber Christian Hillermann Einblicke in Ethik, Theorie und Praxis einer empathischeren und lebensfreundlicheren Bestattungskultur. Auf Grundlage seiner Kritik an allzu standardisierten Bestattungskonventionen entwickelte er ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Selbstbestimmung trauernder Angehöriger und ermutigte zu individueller Kreativität im Abschiedsprozess.


2015

Erinnerungsfeier
Sonntag, den 12. April 2015
Bahrenfelder Bauernhaus im Volkspark

„Rufe mich leiser,
bis endlich auch ich höre,
wozu du mich rufst.“

Mit diesem Haiku einer unbekannten Verfasserin luden wir diesmal zu unserer Erinnerungsfeier ein, um der Begegnung mit den Toten Raum zu geben. Berührend auch diesmal der Anblick derselben auf den mitgebrachten Fotos in der Mitte. Im Sand umgeben von Steinen, Federn und Schatzkisten.

Ja, das war die zentrale Idee diesmal: Jede Tote hinterlässt für uns in ihren Prägungen und Erinnerungen eine Schatzkiste, die es durch den Abschied hindurch zu heben gilt. Durch Musik, meditative Stille und praktisches Tun versuchten wir dem näher zu kommen.

Danach wieder reger Austausch an den Tischen bei den so wunderbaren Häppchen, die Francesca mit ihrem Team jedes Jahr aufs Neue für uns zaubert. Hut ab an dieser Stelle und großer Dank an das Team vom Bauernhaus!



2014

Ausstellung im Abshiedshaus
Erdbilder und andere Malerei von Ellen Gündling

am Donnerstag, den 18. September 2014 ab 19 Uhr
und Sonntag, den 21. September 2014 von 11 - 15 Uhr

in der Osterstraße 149 (im Hinterhof), 20255 Hamburg


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Tage der Offenen Tür
im neuen Abschiedshaus in der Osterstraße 149

Zum Osterstraßenfest 3./4. Mai 2014

Pünktlich zum Osterstraßenfest öffneten wir die Pforten zu unserem neuen Abschiedshaus in der Osterstraße 149. Zu unseren ersten Gästen zählte dabei das Hamburg Journal, das abends mit einem kleinen Beitrag über uns berichtete. 

Darüber hinaus fanden auch viele andere BesucherInnen zu uns: NachbarInnen, die kennenzulernen wir uns sehr gefreut haben. Auch Angehörige, die wir im Laufe der vergangenen zehn Jahre begleiteten,persönliche FreundInnen genauso wie GeschäftspartnerInnen kamen vorbei.

Und Menschen, die primär das Osterstraßenfest besuchten und neugierig geworden, was da wohl im Hinterhof ist, vorbeischauten.

Die ausgestellten bunten Särge fanden dabei genauso Anklang wie der Oldtimer. In persönlichen Führungen konnte mensch Beratungs-, Abschieds- und Versorgungsräume besichtigen, in einem Sarg „probeliegen“ und auch hinter die Kulissen gucken. Für Furore sorgten regelmäßig die thematisch gestalteten WCs: Zu wählen bleibt, ob mensch sich in eine Himmel-Meer- oder aber Bergwelt zurückziehen möchte. Ahoi oder Servus – hier ist Raum für verschiedene Trauerkulturen!


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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 6. April 2014
Bahrenfelder Bauernhaus im Volkspark

„Und draußen ist Frühling, dabei müsst es noch schnei’n.“

Dieser Satz aus dem Lied „ An einem Morgen im April“ von der Gruppe Rosenstolz diente uns diesmal als Motto. Die Gruppe hatte es anlässlich des Todes ihrer „Bandmutti“ geschrieben. Es erzählt davon, wie fremd sich Trauernde oft in der Welt fühlen, wie schwer es manchmal ist, Raum für seine Gefühle zu schaffen, und wie es gehen kann, über den Tod hinaus in Verbindung zu bleiben.

Wie jedes Jahr kamen über 100 An- wie Zugehörige ins Bauernhaus, um uns und einander zu begegnen und ihrer Toten zu gedenken. Diesmal brachte jede/r ein Foto mit, das wir jeweils an die Leine über einer Frühlingslandschaft in der Mitte hängten. Irgendwo berührten diese Anblicke stark und brachten tief miteinander ins Gespräch.



2013

Erinnerungsfeier
Sonntag, den 28. April 2013-08-16
Bahrenfelder Bauernhaus im Volkspark

„Stark wie zwei“

Dieses Lied von Udo Lindenberg hat uns durch die diesjährige Erinnerungsfeier im Bahrenfelder Bauernhaus begleitet. Wieder fanden über 100 An- wie Zugehörige von im Vorjahr Verstorbenen den Weg in den Wald und damit zu uns, zu ihren Toten und zu sich. Schön war, dass wieder viele Kinder dabei waren, die ganz wunderbar mitgemacht haben!

Das Licht der mitgebrachten Kerzen, in eine aufgeschüttete Flusslandschaft gestellt, gaben dem Raum eine ganz besondere Atmosphäre. Das Verlesen der Toten, die Meditation zum Lied, das Basteln der Kinder an den Kästchen für die Steine, die jede/r mit nach Hause nehmen durfte, und die Besinnung auf das, was die Toten als Erbe mitgeben, wirkten intensiv. Da halfen die wieder großartigen Speisen, die Francesca Bornhofen mit ihrem Team jedes Jahr neu für uns kreiert, sich langsam wieder zu lockern und sogar gesprächsbereit mit Menschen zu werden, die zuvor zum Teil fremd waren.

Auch für das trostwerk-Team war diese Feier gelungen. Schade nur, dass manchmal nicht genug Zeit war, um mit allen angemessen ins Gespräch zu kommen!



2012

Vortrag/Diskussion/Austausch
mit Ulrike Baureithel/Berlin
am Donnerstag, 18. Oktober 19:30 Uhr im Goldbekhaus

„Organspende – Sie müssen sich entscheiden!“

Derzeit kommt Schwung in die Bude! Das neue Transplantationsgesetz fordert unsere Mitbestimmung - alle bundesdeutschen BürgerInnen ab 16 Jahren werden ab dem

1. November 2012 vor die Entscheidung gestellt, inwieweit sie zur Organ- und Gewebespende bereit sind: „Ja, nein, weiß nicht.“

Leider werden aus der öffentlichen Debatte wesentliche Fragestellungen herausgehalten, was den Entscheidungsspielraum enorm verengt. Denn eine Auseinandersetzung mit der menschlichen  Sterblichkeit an sich sowie mit den Grenzen medizinischer „Machbarkeit“ wird weitgehend vermieden.

Auch gibt es im Transplantationswesen beachtliche Risiken und Nebenwirkungen für die OrganempfängerInnen - und zwar nicht nur auf dem Beipackzettel! Zudem scheint die Frage nach Transparenz bei der Verteilung von Organen schwieriger zu sein als angenommen, wie die Skandale der letzten Monate gezeigt haben.

Menschen, die auf ein Spendeorgan vergeblich warten, sterben nicht an „Organmangel“, sondern an Krankheiten! Die moderne Medizin macht uns zwar ein Abwägen möglich. Aber solange wir uns der Frage nach der eigenen Sterblichkeit nicht stellen, werden wir nicht frei sein, uns wirklich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.


Frau Ulrike Baureithel ist Wissenschaftsjournalistin, Mitbegründerin des „Freitag“ und Autorin von „Herzloser Tod“ 


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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 22. April 2012
Das Bauernhaus, im Volkspark, Bahrenfeld

„Bei unseren Toten – nur zu Besuch“

Diesmal hatten wir zu unserer Erinnerungsfeier in das Bahrenfelder Bauernhaus eingeladen: Im Volkspark gelegen, zwar ohne Auto schwer zu erreichen, dafür aber wirklich mitten in der Natur und damit den wandelnden Kräften nahe. Wieder kamen über 100 An- wie Zugehörige, um sich gemeinsam an ihre im vergangenen Jahr gestorbenen und mit trostwerk bestatteten Toten zu erinnern.

„Ein Stück weit war es so, als ob wir wirklich bei unseren Toten zu Besuch gewesen wären. Die gemeinsame Besinnung an dem Titel Nur zu Besuch der Toten Hosen entlang war bewegend. Selbst das Wetter spielte mit: War von Regen die Rede, begann es draußen schlagartig zu regnen. Als ob der Himmel zuhörte … Wie aus diesen Tiefen wieder rausfinden? Ganz einfach: Sehr handfest in einem großartigen Durcheinander Blumen in Töpfe pflanzen. Aber auch das Zusammensein über leckeren kleinen Speisen tat gut, der Austausch oder einfach nur sehen und fühlen, wir sind viele! Schön war’s.“


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2011

Stand auf dem Eppendorfer Landstraßenfest
4./5. Juni 2011

Dürfen Trauernde mitfeiern? Dieser Frage stellte sich das trostwerk mit einem Stand auf dem Eppendorfer Landstraßenfest 2011. Unter dem Motto anders denken, anders leben, anders feiern, anders bestatten gab es die Möglichkeit Ballons mit Grußbotschaften in die Lüfte zu schicken. Eine andere Art von Stiller Post, die einige nutzten, andere zu Gesprächen anregte und vielen zu denken gab. Flyer, Postkarten und Newsletter wurden gegriffen. Am besten aber gingen die Haribos weg.


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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 10. April 2011
Café Seeterrassen in Planten un Blomen

ʺYou’ll never walk aloneʺ

Unter diesem Motto stand die Erinnerungsfeier, zu der trostwerk am 10. April 2011 in das Café Seeterrassen eingeladen hatte.  An die 110 Menschen fanden  am Spätnachmittag in Planten un Blomen zusammen, um sich gemeinsam ihrer im vergangenen Kalenderjahr gestorbenen und mit trostwerk bestatteten Toten zu erinnern.

„Unruhig zu Anfang, es ist eben schwer, in dieser Gegend einen Parkplatz zu finden. Und dann auf einmal ganz still. Als ob durch das alleinige Verlesen ihrer Namen die Toten in den Raum gerufen werden. Innehalten, nachspüren, ʺYou’ll never walk aloneʺ - was bedeutet das? Nicht nur in Worten: Jede/r darf sich ein Stück „goldenen Himmel“ mit nach Hause nehmen. Einige Stunden zusammen sein, gemeinsam essen und trinken mit Menschen, die Abschied hautnah erlebt haben.

Die trostwerkerInnen haben es diesmal schwer, zu erfahren, wie die Geschichten weitergegangen sind -  es sind so viele! Ja, auch wenn es unsere Gesellschaft nicht glauben will: Trauernde gibt es viele! Das war stark und eindeutig spürbar – und ein bisschen tröstlich auch.“


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2010

Der Tod und das Mädchen
Zwei Abende mit dem berühmten Streichquartett von Franz Schubert

Mittwoch, 16. Juni 2010, 19:30
Clubabend in den Probenräumen des Hamburger Kammerkunstvereins

Werkstattabend mit Gespräch bei Brot und Wein. Musiker des Hamburger Kammerkunstvereins spielen Schubertes Streichquartett Nr. 14 d-moll D 810, »Der Tod und und das Mädchen«. “

Es sprechen miteinander:
Prof. Dr. A.F. Holstein, Arzt, UKE Hamburg
Richard Hölck, Pfarrer, Christuskirche Wandsbek
Christian Hillermann, Bestatter, Trostwerk Hamburg

Es musizieren: Swantje Tessmann, Bratsche
Benjamin Spillner, Violine
Andreas Pfaff, Violine
Johannes Krebs, Violoncello


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Erinnerungsfeier
Sonntag, den 18. April 2011
Café Seeterrassen in Planten un Blomen

Als ich meinen Schmerz in den Acker der Geduld pflanzte, brachte er die Frucht der Glücks hervor. (Khalil Gibran)

Unter diesem Spruch stand die Erinnerungsfeier, zu der trostwerk erstmalig am 18. April 2010 in das Café Seeterrassen eingeladen hatte.  An die 60 Menschen fanden  am Spätnachmittag in Planten un Blomen zusammen, um sich gemeinsam ihrer im vergangenen Kalenderjahr gestorbenen und mit trostwerk bestatteten Toten zu erinnern.

„Die Sonne durchflutete den Raum, um uns herum tobte das Spielplatzleben und dennoch fanden wir Stille für das eigene Tun. Mit Ritualen, der Verlesung der Toten, einer Meditation, Singen und gemeinsamem Essen und Trinken. Tod und Leben ganz dicht beieinander. Auf Tuchfühlung mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben. Im Austausch auch mit den trostwerkerInnen -  erzählen, wie die eigene Geschichte weitergegangen ist … Schön war es.“


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Filmabend zum Weltkrebstag
Donnerstag, 04. 02. 2010, 20:15 Uhr,
Kulturhaus Eppendorf (Martinistraße 40)
Film: Marias letzte Reise
(Regie: Reinhard Kaufmann,
mit Monica Bleibtreu):

Ihre Tage sind gezählt -  die 71-jährige Bäuerin Maria hat Krebs, will aber raus aus dem Krankenhaus und zurück in ihre geliebte Umgebung am Staffelsee in Oberbayern: Auf ihrem Hof, bei ihren Blumen, Büchern und duftenden Obstbäumen möchte sie die letzten Tage des Lebens verbringen. Dafür kämpft sie vehement und entlarvt dabei auf ihre beherzte Art Widersprüche bis "Unsinn" in der medizinischen Versorgung Krebskranker.


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2009

trostwerk zeigt am 4./5./6./7. November 2009, 21:00
den Film „Mein Leben ohne mich“
(von Isabel Coixet, Spanien / Kanada 2003)
in dem Café- und Culturhaus SternChance (Schanzenpark)

Zum Film: Die 23-jährige Ann erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat. Sie verweigert eine Behandlung und entschließt sich, niemandem zu erzählen, dass sie sterben muss, nicht einmal ihren nächsten Verwandten. Scheinbar führt sie ihr Leben weiter wie bisher.Tatsächlich aber schaut sie ihrem baldigen Tod sehr bewusst ins Auge: Sie setzt sich in ein Café und schreibt eine Liste von Dingen auf, die sie noch erledigen will, bevor sie stirbt. Und bereitet so sich und ihre Familie auf ihr Leben ohne sie vor.


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Vortrag
von Martina Keller

Gewebespende – Die menschliche Leiche nur Rohstoff?
am Donnerstag, den 04. Juni 2009 um 20 Uhr:

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub - das war einmal. Ist die menschliche Leiche zu einem Ersatzteillieferanten für die Medizin geworden? Fast alles vom toten Körper lässt sich verwerten: Augenhornhäute, Herzklappen, Knochen, Sehnen, Knorpel, Muskelhäute und Haut. Anders als Organe gelten Gewebeprodukte hierzulande als Arzneimittel, ein Teil davon darf gehandelt werden wie die Medikamente der Pharmaindustrie. Nur selten sind Gewebe dabei lebensrettend, häufig verbessern sie allerdings die Lebensqualität von Patienten, mitunter werden sie auch für Lifestylemedizin verwendet, etwa Schönheitsoperationen. Was bedeutet es für die Hinterbliebenen, einen Verstorbenen für die Gewebespende freizugeben? Und was für Konsequenzen hat das für das Abschiednehmen? Wandelt sich der Umgang mit dem toten Körper?

Martina Keller arbeitet als Wissenschaftsjournalistin in Hamburg, u.a. für Stern, Zeit, Geo Wissen oder die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Sie ist Autorin des Buchs Ausgeschlachtet. Die menschliche Leiche als Rohstoff, das im Oktober 2008 im Econ-Verlag erschienen ist.


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2008

Vortrag
von Dr. Stefanie Graefe
Autonomie am Lebensende? Patientenverfügungen, Sterbehilfe und das Recht auf Selbstbestimmung.

am Donnerstag, den 28. Februar 2008 um 20 Uhr:

Patientenverfügungen versprechen ein selbstbestimmtes Leben „bis zum Schluss“. Dabei ist Sterben eine Phase des Lebens, in der herkömmliche Vorstellungen von Selbstbestimmung nur noch begrenzt greifen. Inwiefern also ist dieses Versprechen erfüllbar? Welche Vorstellungen von Autonomie, welches Menschenbild und welche Ideale „guten Sterbens“ liegen ihm zugrunde? Und kann es so etwas wie eine „staatlich garantierte“ Autonomie am Lebensende geben? Stefanie Graefe stellt die weithin akzeptierte Notwendigkeit einer gesetzlichen Absicherung von Patientenverfügungen in Frage. Ihrer Meinung nach führen diese letztlich nicht zu weniger, sondern zu mehr Fremdbestimmung.

Dr. Stefanie Graefe ist Soziologin, Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg und freie Autorin. Anfang Februar erscheint ihr Buch „Autonomie am Lebensende?“ Biopolitik, Ökonomisierung und die Debatte um Sterbehilfe im Campus Verlag.


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2007

Vortrag
von trostwerk-Inhaber Christian Hillermann

“Lähmende Trauer? Lebendiger Abschied – Aufbruch aus der Bestattungsroutine”.

am Freitag den 9. November 2007 um 14 Uhr
in den Räumlichkeiten von “Ross - Gesundes Licht” im Phoenixhof. Rahmen bildet die Messe “Beste Dienste Leisten”
am Freitag, den 9. November 2007, 13-19 Uhr und Samstag, den 10. November 2007, 10-19 Uhr
im Phoenixhof, Ruhrstr. 11 a, Hamburg-Altona:

Das Bestattungsunternehmen trostwerk präsentiert sich an zwei Tagen auf einer Dienstleister-Messe im wunderschönen Ambiente des Phoenixhofes, eines restaurierten ehemaligen Fabrikareals in Altona.

Im Rahmen dieser Messe stellen etwa 35 inhabergeführte (Kunst-)Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe aus verschiedenen Arbeitsbereichen ihre Arbeit vor. Die gemeinsame Klammer der ausstellenden Betriebe liegt neben ihres Sinnes für ästhetische Fragen in der alltäglichen Orientierung an Werten wie Menschlichkeit, Nachhaltigkeit und Gesundheit.


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Diskussion
mit Annette Rosenfeld und Olav Meyer-Sievers 
am Montag, den 16. Juli 2007 um 20 Uhr

“Was tröstet uns?”

Im Sterben und Tod gehen wir über eine Schwelle. Mit der Abschiedsfeier ist häufig ein Punkt erreicht, wo wir unsere Gestorbenen ihrer Wege ziehen lassen und selbst winkend zurückbleiben. Was hilft uns dabei? Worte, Texte, Musik – kommen Sie darüber ins Gespräch mit den TrauerrednerInnen Annette Rosenfeld und Olav Meyer-Sievers, die Gedanken und Beispiele aus ihrer Arbeit vorstellen.

Die Diplom-Theologin Annette Rosenfeld ist freie Trauerrednerin, Ritualgestalterin und Sterbeamme. Der gelernte Fotograf Olav Meyer-Sievers arbeitet freiberuflich als Creative Consultant für Unternehmenskommunikation und als nichtkonfessioneller Trauerredner. Außerdem betreut er für das Kriseninterventionsteam des DRK ehrenamtlich Menschen, die von traumatischen Ereignissen betroffen sind.


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2006

Vortrag
von Dr. Oliver Tolmein
am Montag, den 13. November 2006 um 20 Uhr

Keiner stirbt für sich allein. Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung.

Ein würdevoller Tod ist nur möglich, wenn die Verhältnisse im Leben würdevoll sind – das gilt besonders für die letzten Monate und Wochen, die einem Schwerkranken bleiben. Oliver Tolmein erläutert den Zusammenhang zwischen mangelhafter Schmerztherapie, der Versorgungslage in Alten- und Pflegeheimen und würdevollem Sterben. Er vertritt die provokante These, dass die derzeitige Diskussion um Sterbehilfe viel zu oft zum Plädoyer für den schnellen Tod gerät. Damit gibt er der Debatte um ein selbstbestimmtes Sterben eine neue Richtung.

Dr. Oliver Tolmein ist Rechtsanwalt, spezialisiert auf Medizin- und Behindertenrecht, mit eigener Kanzlei in Hamburg. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben und arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als Journalist. In diesem Jahr ist sein Buch „Keiner stirbt für sich allein. Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung“ bei C. Bertelsmann erschienen.


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Vortrag
von Chris Paul
am Montag, den 10. Juli 2006 um 20 Uhr

Trauer nach Suizid - (k)eine Trauer wie jede andere?

Ein Suizid gilt nicht als Todesart wie andere, für die überlebenden Angehörigen und FreundInnen bringt er oft zermürbende Schuldgefühle, Fragen nach dem eigenen Wert und dem Sinn des Lebens überhaupt mit sich. Chris Paul beschreibt, wie durch äußere und innere Faktoren der notwendige Trauerprozeß nach einem Suizid erschwert wird. Sie ermutigt die Betroffenen, sich mit allen widersprüchlichen Gefühlen in den Mittelpunkt ihres grundsätzlich veränderten Lebens zu stellen. Für alle, die Trauernden nach einem Suizid beistehen möchten, gibt sie praktische Hinweise, wie diese Unterstützung aussehen kann.

Die Fachautorin und Trauerbegleiterin Chris Paul lebt und arbeitet in Bonn. Sie ist Vorsitzende des Trauerinstitut Deutschland e.V. und arbeitet eng mit AGUS e.V. (Angehörige um Suizid) zusammen. Ihr Buch „Warum hast du uns das angetan?“ erscheint jetzt in erweiterter Neuauflage beim Gütersloher Verlagshaus.


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Ausstellung
von Kim Howard
am Samstag, den 27. Mai 2006 ab 16 Uhr:

Vergängliche Kunst. Bilder, Skulpturen und Särge.

Die amerikanische Künstlerin Kim Howard lebt und arbeitet seit 1993 in Hamburg. Vor circa sechs Jahren übernahm sie die Gestaltung unserer Geschäftsräume. Im Zuge dessen bemalte sie einen Sarg als Ausstellungsstück. Die positive öffentliche Resonanz hat dazu geführt, dass wir ihre künstlerische Sarggestaltung in unser ständiges Angebot aufgenommen haben.

Am Samstag zeigt die Künstlerin neben bemalten Särgen ihre neuesten Skulpturen und Bilder. Sie sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam Kunst zu erleben, die in ihrer Schönheit so einzigartig und vergänglich ist wie das Leben...


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2006

Vortrag und Diskussion
mit Anja Wiese
am Montag, 27. Juni 2005 um 20 Uhr

Kinder begegnen dem Tod.

„Wenn wir sterben, bleibt die Schale auf der Erde liegen. Der Rest verreist“, sagt der sechsjährige Lars. Über den unbefangenen und oft ganz anderen Umgang von Kindern mit Sterben, Tod und Trauer soll an diesem Abend eine Annäherung an diese Lebensthemen versucht werden.

Anja Wiese arbeitet als Trauerbegleiterin im Hamburger Verein für Verwaiste Eltern und ist Vorstandsmitglied des Instituts für Trauerarbeit


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Vortrag und Diskussion
mit Uwe Sanneck
am Montag, 23. Mai 2005 um 20 Uhr

Männer trauen sich – Männer können trauern!

„Mann oh Mann, Du trauerst ja gar nicht richtig...“ Oft gesagt, häufig gedacht, immer wieder gehört, niemals bewiesen und doch geistert dieses Gerücht durch die Lande. Trauern Männer? Aber ja! Nur anders, so wie alle Trauernden ihren eigenen Weg durch die Trauer finden und gehen. Eine kleine Exkursion durch die Welt der Männertrauer.

Uwe Sanneck arbeitet als Trauerbegleiter und ist Vorstandsmitglied des  Instituts für Trauerarbeit


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2004

Vortrag und Diskussion
von und mit Karen Brüggemann (Sozialpädagogin im Hospizbereich)
am Mittwoch, 28.04.04 um 20 Uhr:

Mit dem Abschied leben. Trauerarbeit als heilsame Antwort in der Begleitung schwerstkranker Menschen.

In diesem Vortrag werden Wege aufgezeigt, der Trauer von schwerstkranken und sterbenden Menschen offen zu begegnen. Hierzu wird im ersten Teil die Form der Trauerarbeit dargestellt, wie sie sich überwiegend aus der Arbeit mit trauernden Hinterbliebenen entwickelt hat. Im zweiten Teil geht es darum, dass und in welcher Weise diese Trauerarbeit auf die Begleitung von Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen übertragen werden kann. Ihre Auffassung von Trauerarbeit wird die Referentin mit Beispielen aus ihrer bisherigen Berufspraxis verdeutlichen.

Karen Brüggemann ist Sozialpädagogin und arbeitet seit mehreren Jahren hauptamtlich im Hospizbereich, davon in den letzten drei Jahren im Hamburg Leuchtfeuer Hospiz.


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zu Gast im trostwerk

Mascha Kaléko „Ich lass mich nicht zähmen“ Die Lebensreise einer Dichterseele in Szene gesetzt von Dorit Meyer zu Gast im trostwerk:
am Miittwoch, 31.3. & Do, 1.4. jeweils um 20 Uhr:

Die Schauspielerin und Tanzleiterin Dorit Meyer steht seit 1997 mit eigenen Theaterprogrammen auf der Bühne. In Ihrem neuesten Programm „Ich lass mich nicht zähmen“ zeichnet sie das Leben von Mascha Kaléko in deren eigenen Worten und mit einfacher, aber aussagekräftiger Requisite nach. Eine Tür, ein Stuhl, eine Schreibmaschine und ein Koffer reichen Dorit Meyer, das Publikum auf diese Reise durch ein bewegtes Leben mitzunehmen. Bühnenbild: Djeongho Roh / Friedrich Gastell; Regie: Tatjana Sarazhynska; Kompositionen: Thomas Winckler


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Vortrag und Diskussion
von und mit Josephine Peters-Bustorff (Steinmetzin und Bildhauermeisterin)

"Warum brauchen wir einen Ort zum Trauern und Gedenken?“

am Donnerstag, 12. Februar 2004 um 20 Uhr:
Wenn das Sichtbare vergangen ist, bleiben Liebe und Erinnerung ... Geschichte und Wandel der Friedhofkultur, Möglichkeiten individueller Grabgestaltung, Probleme der anonymen Beisetzungsformen.


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2003


Diskussionsabend
mit Cordula Caspary (Bestatterin aus Bremen), Christian Hillermann (trostwerk) und dem Publikum
am Mittwoch, 10. Dezember 2003 um 20 Uhr

"Wie persönlich nehmen Sie den Tod?..." Möglichkeiten selbstbestimmter Abschiedsgestaltung und „anderer“ Bestattungen.


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Lesung
von Andreas Blechschmidt
am Mittwoch 5. November 2003 um 20 Uhr

"Und nun habe ich diese Erfahrung auch gemacht..."
Texte über Sterben, Tod und Trauer

Seit schriftliche Zeugnisse Teil der kulturellen Überlieferungen sind, gehören für Sie Sterben, Tod und Trauer zu den immer wiederkehrenden Themen. In einem Streifzug durch die Literatur der letzten Jahrhunderte wird den unterschiedlichsten Zeugnissen nachgespürt. Vom Brief über Tagebuchaufzeichnungen bis hin zur Lyrik und Prosa wird die Lesung einen facettenreichen Einblick in die Beschäftigung der Menschen mit dem Lebensereignis, dass alle teilen, nämlich dem Tod, geben.

 

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